1935
Verfolgung & Recht Deutschland
Verschärfung des § 175 im Nationalsozialismus
Die nationalsozialistische Gesetzgebung verschärft die Verfolgung homosexueller Männer.
1935 wurde § 175 des Strafgesetzbuches deutlich verschärft. Die nationalsozialistische Verfolgung führte zu zehntausenden Strafverfahren; tausende Männer wurden in Konzentrationslager verschleppt. Die Geschichte queerer Verfolgung ist dabei vielfältiger als eine einzelne Strafnorm und muss differenziert betrachtet werden.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung →
1969
Recht Bundesrepublik Deutschland
Reform des § 175 in der Bundesrepublik
Einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Männern werden teilweise entkriminalisiert.
Mit der Strafrechtsreform 1969 wurde § 175 erstmals grundlegend gelockert. Einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Männern über 21 Jahren waren nicht mehr strafbar. Weitere Sonderregelungen bestanden jedoch fort.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung →
28. Juni 1969
Bewegung & Protest New York, USA
Stonewall-Aufstand in New York
Widerstand gegen eine Polizeirazzia wird zu einem wichtigen Bezugspunkt moderner LGBTQIA+-Bürgerrechtsbewegungen.
In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 kam es rund um das Stonewall Inn in New York zu Widerstand gegen eine Polizeirazzia. Die Ereignisse gelten als wichtiger Meilenstein der queeren Bürgerrechtsbewegung und wirkten weit über die USA hinaus.
Quelle: U.S. National Park Service →
1980
Trans* & Recht Deutschland
Transsexuellengesetz tritt in Kraft
Deutschland schafft erstmals ein spezielles Verfahren zur Änderung von Vornamen und Personenstand für trans Personen.
Das Transsexuellengesetz von 1980 schuf einen rechtlichen Rahmen für die Änderung von Vornamen und Geschlechtseintrag. Wesentliche Teile wurden später vom Bundesverfassungsgericht beanstandet. 2024 wurde das Gesetz durch das Selbstbestimmungsgesetz abgelöst.
Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend →
1994
Recht Deutschland
§ 175 wird endgültig aufgehoben
Die strafrechtliche Sonderregelung für sexuelle Handlungen zwischen Männern verschwindet aus dem deutschen Strafgesetzbuch.
Im Zuge der Rechtsangleichung nach der deutschen Wiedervereinigung wurde § 175 im März 1994 endgültig aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Seitdem gelten unabhängig von der sexuellen Orientierung einheitliche Schutzaltersregelungen.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung →
2001
Familie & Recht Deutschland
Eingetragene Lebenspartnerschaft
Gleichgeschlechtliche Paare erhalten in Deutschland erstmals ein eigenes rechtliches Partnerschaftsinstitut.
Mit dem Lebenspartnerschaftsgesetz konnten gleichgeschlechtliche Paare ab 2001 eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Sie war zunächst nicht mit allen Rechten der Ehe ausgestattet; zahlreiche Gleichstellungen folgten in späteren Jahren.
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung →
30. Juni 2017
Familie & Recht Deutschland
Bundestag beschließt die „Ehe für alle“
Der Bundestag stimmt für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.
Am 30. Juni 2017 beschloss der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts. Die Neuregelung trat im Oktober 2017 in Kraft.
Quelle: Deutscher Bundestag →
1. November 2024
Trans*, Inter* & Recht Deutschland
Selbstbestimmungsgesetz tritt in Kraft
Das SBGG erleichtert die Änderung von Geschlechtseintrag und Vornamen.
Seit dem 1. November 2024 können trans-, intergeschlechtliche und nichtbinäre Personen ihren Geschlechtseintrag und ihre Vornamen durch eine Erklärung gegenüber dem Standesamt ändern. Das Selbstbestimmungsgesetz löste das Transsexuellengesetz ab.
Quelle: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend →
11. Juli 2026
CSD, Pride, Sichtbarkeit, Community, Akzeptanz, Antidiskriminierung, Stadtgesellschaft Oberhausen
Der erste Christopher Street Day in Oberhausen
Erster CSD Oberhausen
Am 11. Juli 2026 fand unter dem Motto „Zeit für Pride“ erstmals ein Christopher Street Day in Oberhausen statt. Ein breites Bündnis aus Vereinen, Initiativen und Einrichtungen brachte queere Sichtbarkeit auf die Straßen der Stadt.
Quelle: CSD Oberhausen →